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ADFC fordert ‚Protected Bike Lanes‘ für die Große Diesdorfer Straße

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ADFC fordert ‚Protected Bike Lanes‘ für die Große Diesdorfer Straße

Radfahren auf der Diesdorfer Straße muss sicherer werden!

https://www.flickr.com/photos/chicagobikes/6172653610/
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Nachdem am 6. Februar auf der Großen Diesdorfer Straße eine 46-jährige Radfahrerin in Folge eines Verkehrsunfalls mit einem PKW zu Tode gekommen ist, fordert der ADFC Magdeburg eine sogenannte ‚Protected Bike Lane‘ einzurichten. Also eine besonders gesicherte Radspur auf der Fahrbahn. Die Fahrradspur wird durch eine physische Trennung vom motorisierten Verkehr deutlich gemacht, bspw. durch kleine Schweller oder Pylonen. So wird gewährleistet, dass ein sicherer Abstand beim Überholen von Radfahrenden eingehalten wird. Dafür fordert der Vorsitzendes des Fahrrad-Clubs Norman Dreimann eine Umverteilung des Verkehrsraums: „Die aktuell großzügig bemessene Fläche des Kraftverkehrs muss eingeschränkt werden, um anderen Verkehrsteilnehmern, wie Fußgängern und Radfahrern den Raum zu geben, den sie benötigen um sich sicher durch die Stadt bewegen zu können.“ Die Umsetzung einer ‚Protected Bike Lane‘ wäre mit wenig finanziellem Aufwand machbar, weiße Farbe und einige Pylone würden genügen.

Dabei hat die Stadt Magdeburg bereits 2004 den Bau von beidseitigen Radverkehrsanlagen beschlossen. Bis 2008 sollten diese fertig gestellt werden, doch passiert ist nichts. „Radfahrende wollen nicht weiter mit der Aussage vertröstet werden, dass die Diesdorfer Straße vielleicht nach Fertigstellung der Tunnelbaustelle 2020 endlich saniert wird.
Bei den aktuell steigenden Zahlen an Radfahrenden muss umgehend und schnell gehandelt werden, um weitere Unfälle zu verhindern!“

Eine Verkehrszählung aus dem Jahr 2002 ergab, dass die Straße trotz ihrer schlechten Bedingungen täglich von bis zu 2300 Radfahrenden genutzt wird. Seitdem ist das Radverkehrsaufkommen in Magdeburg sogar noch weiter angestiegen. Der Hauptgrund für die starke Nutzung der Straße ist, dass es für Radfahrende keine Ausweichmöglichkeiten gibt. „Stadtfeld hat eine kaum zumutbare Radinfrastruktur. Ein Großteil der Straßen hat noch immer Kopfsteinpflaster und die Goethe-Straße als Ausweichstrecke liegt abseits vieler Einkaufsmöglichkeiten.“ Dies führt häufig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrenden: „Radfahrende, die sich auf der Großen Diesdorfer Straße nicht sicher fühlen, weichen häufig auf den Fußweg aus und werden zum Problem der Fußgänger. Das kann keine Lösung sein. Wir brauchen eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer und dafür braucht jeder Platz.

 

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