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Ab ins neue Schuljahr

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Ab ins neue Schuljahr

Aber wie? Mobilität in Schulen

001Vor kurzem hat für Sachsen-Anhalts Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr begonnen. Tausende Kinder und Jugendliche begeben sich auf ihren täglichen Weg zur Schule. Aber wie kommen sie da hin? Über die letzten Jahre hat sich der Schulweg unserer Kinder sehr verändert. Während 2002 noch 28 % aller Schüler das Rad nutzten, um zur Schule zu kommen, sind es heute nur noch 22 %. Immer weniger Eltern trauen sich, ihr Kind mit dem Rad zur Schule fahren zu lassen. Neben der Aussage von Schulen, dass Kinder erst nach bestandener Fahrradprüfung mit dem Rad zur Schule kommen dürfen, welche auf keiner Vorschrift beruht, ist die häufigste Begründung das eigene Kind nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen, dass gewaltige Verkehrsaufkommen auf den Straßen. Daher entschließen sich immer mehr Eltern, ihr Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen und werden damit selbst zu einem Teil des Problems. Ein Teufelskreis, aber was tun?

Kinder lernen Mobilität

Neben nötigen Aktionen, die die Stadt umsetzen muss, um eine für Kinder sicher nutzbare Radinfrastruktur zu schaffen, gibt es auch viele Möglichkeiten für Eltern und Schulen selbst aktiv zu werden.

Für Eltern, besonders von Grundschulkindern, kann es z. B. eine Alternative sein, das Kind mit dem Rad zur Schule zu begleiten, statt das Auto zu nutzen. So ist für die Sicherheit gesorgt. Ist der Nachwuchs noch zu klein, so kann ein Anhänger oder ein Lastenrad eine gute Alternative sein, um sie in der Kita abzusetzen. Nutzen Kinder und Eltern gemeinsam das Rad, kann dies eine gute Möglichkeit sein, um sie an das Fahrradfahren zu gewöhnen und ihnen das richtige Verhalten im Verkehr beizubringen.

Auch Schulen sind in der Pflicht. Zwar sind für alle Schüler in jedem Jahr mehrere Stunden Verkehrserziehung vorgesehen, doch meistens fehlt es an Zeit oder geeigneten Weiterbildungsprogrammen für Lehrer, um dieser Aufgabe in einem ausreichenden Rahmen nach zu kommen. Hier bietet es sich für Schulen an, sich die fachliche Unterstützung bei Organisationen und Einrichtungen, wie z. B. dem ADFC zu suchen. Ebenso kann auch die Zusammenarbeit mit Eltern und in den höheren Klassen auch mit den Schülern selbst, zu einem erfolgreichen Ergebnis führen. Beispielsweise können Projektwochen zum Thema Mobilität durchgeführt werden, bei denen sich Kinder mit den Regeln im Straßenverkehr und ihrer eigenen Mobilität auseinandersetzen. Durch Befragungen können Schulen mehr über das Mobilitätsverhalten und die Probleme ihrer Schüler im Straßenverkehr und auf dem Weg zu Schule erfahren.

Vorteile nachhaltiger Mobilität

Neben vieler Vorteile für die Umwelt, hat nachhaltige Mobilität auch diverse Vorteile für Kinder und Lehrer. Kinder, die das Rad nutzen, um zur Schule zu kommen, sind wacher und können sich leichter im Unterricht konzentrieren. Das macht Lehrern den Unterricht leichter und sorgt für mehr Motivation im Klassenzimmer. Auch einem der größten gesundheitlichen Probleme der jungen Generation, dem Bewegungsmangel, wirkt das Radfahren entgegen.

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