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Offener Brief zur Stellungnahme der Verwaltung S0018/16 und zum Volksstimme Artikel vom 03.02.2016

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stellungnahmeDen am 03.02.1016 in der Volksstimme erschienenen Artikel „Verfahrene Situation auf dem Breitem Weg“ und auch die Grundlage des Artikels, die Stellungnahme der Verwaltung S0018/16, kann der ADFC Magdeburg nicht unkommentiert lassen.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass wir mit der Entwicklung in den letzten Monaten, was die Kommunikation mit der Stadt angeht, bisher sehr zufrieden sind. Umso mehr irritieren uns die getroffenen Aussagen und Darstellungen in dem Artikel und der Stellungnahme der Verwaltung. Der ADFC Magdeburg möchte insbesondere zwei Punkte aufgreifen und dazu Fragen stellen bzw. die dort getroffenen Aussagen richtig stellen:

  • Die Antwort des Beigeordneten für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr in der Stellungnahme der Stadt Magdeburg zum Antrag der Fraktion Bündinis90/Die Grünen:
    „In der Begründung zum Antrag wird festgestellt, dass der „Nordabschnitt“ eine häufig genutzte Route ist, die unzählige Bürger/-innen jeden Tag nutzen (Weg zur Arbeit, zur Uni, in die Innenstadt). Es handelt sich somit um ortsansässige Radfahrer/-innen. Genau für diese ortsansässigen und ortskundigen Verkehrsteilnehmer ist die Einrichtung/Anordnung einer Umleitungsführung/-beschilderung durch die Straßenverkehrsbehörde nicht angezeigt. Eine Umleitung ist eine Form der Wegweisung. Diese hat wiederum die Vermeidung von Gefahren durch ortsunkundigen Suchverkehr am gesperrten Straßenabschnitt zum Ziel. Sie richtet sich primär nicht an den ortskundigen Verkehrsteilnehmer.“

Wir fragen deshalb:
Wieso schildert die Stadt Magdeburg dann für den KFZ-Verkehr in den Wohngebieten Umleitungen aus?
Dieses ist doch, folgt man der Argumentationskette der Verwaltung, auch nicht nötig, da auch dort zu großen Teilen nur ortskundige Magdeburger unterwegs sind!

  • Momentaufnahme 1 (07.02.2016 18-54)Im weiteren heißt es in der Stellungnahme:
    Die Straßenverkehrsbehörde hat im vergangenen Jahr eine Umleitungsbeschilderung für Radfahrer angeordnet. Hiermit wurde dem Wunsch der Weihnachtsmarkt GmbH entsprochen. Diese Umleitungsbeschilderung wurde im Rahmen der Arbeitsgruppe Radverkehr von der Weihnachtsmarkt GmbH vorgestellt und auch seitens der anwesenden Mitglieder des ADFC befürwortet. Unmittelbar nach der Einrichtung der Umleitungsführung seitens des ADFC wurde öffentlich (Video auf Facebook) Kritik an genau dieser im Vorfeld abgestimmten Umleitungsführung geübt.“

Erstens:
Die Aussage, dass die Umleitungsbeschilderung nur durch die Weihnachtsmarkt GmbH gefordert wurde, ist falsch! Der ADFC hat die Forderung nach einer ordentlichen, für alle Verkehrsteilnehmer nachvollziehbaren Lösung, für die Verkehrsführung der Radfahrer zum Magdeburger Weihnachtsmarkt, bereits im Dezember 2014 in der AG Radverkehr gefordert und angesprochen. Diese Forderung des ADFC beruhte vor allem auf der nicht vorhandenen Umleitung und der nicht regelkonformen Führung des Radverkehrs, welche immer wieder zu Konflikten führte. Dies wurde auch bestätigt durch viele Anfragen von Magdeburger Radfahrerinnen und Radfahrern, die an uns heran getreten waren und sich über die Situation beschwert hatten.

Zweitens:
Es ist richtig, dass der ADFC Magdeburg der geplanten Umleitung zugestimmt hat. Unsere Kritik bezog sich vielmehr auf die Ausführung der Beschilderung der Umleitung. Den ADFC Magdeburg jetzt öffentlich zu kritisieren und festzustellen, dass wir dMomentaufnahme 2 (07.02.2016 18-57)er Umleitung erst zugestimmt und dann plötzlich dagegen waren, ist somit falsch! Unserer Kritik haben im Übrigen viele andere Mitglieder der AG Radverkehr zugestimmt. Dieser Sachverhalt wird auch in den angesprochenen Videos deutlich. In den Videos wird die umgesetzte Führung der Umleitung und die Fehler in der Ausführung gezeigt. Wir empfehlen, sich die Videos und den Artikel auf unserer Internetseite anzusehen und sich selbst ein Bild über die Ausführung zu machen.

Ein weiterer Grund für die Aufzeichnung der Videos war es, Radfahrern auch visuell deutlich zu zeigen, wo sie lang fahren können und sollen. Darüber hinaus sollte es auch noch einmal an die Regeln erinnern, die für Radfahrer in einer Fußgängerzone, in der das Radfahren erlaubt ist, gelten.

Der ADFC Magdeburg vertritt die Interessen der Magdeburger Radfahrerinnen und Radfahrer, man kann folglich nicht von uns erwarten, die unsachgemäße Ausführung der Umleitung zu tolerieren und so eine Gefährdung der Verkehrsteilnehmer zu akzeptieren.

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